2011

Gießener Anzeiger vom 18.06.2011


Weit entfernt von einer "Generation faul"
Abiturienten der Friedrich-Feld-Schule erhalten Zeugnisse

GROSSEN-BUSECK/GIESSEN (sas). "Aus uns kann nichts mehr werden, weil wir schon etwas sind." Mit diesen Worten charakterisierte sich der Abiturjahrgang 2011 der Friedrich-Feld-Schule Gießen selbst, der im Rahmen des festlichen Abiturballs im Kulturzentrum Großen-Buseck seine Abschlusszeugnisse entgegennahm. In der Abiturientenrede, vorgetragen von Niclas Schmidt und Karsten Bocks, wehrte sich der Jahrgang gegen die nicht seltenen Anschuldigungen einer "Generation faul". Denn als faul und aussichtslos könne man die 64 Schülerinnen und Schüler wahrlich nicht bezeichnen. Auch der stellvertretende Schulleiter Jörg Keller würdigte den großen Fleiß und die Anstrengungsbereitschaft seiner Schüler, für die nun ein neuer Lebensabschnitt begann. Auch beglückwünschte er die Eltern der Abiturienten und würdigte die Arbeit der Fachlehrer und Tutoren, deren Trainerqualitäten Früchte getragen hätten.

Tutor Werner Lauret stützte sich in seiner Rede auf eine Kolumne der Kanadierin Mary Schmich und gab seinen Schülern wertvolle Tipps für ihren weiteren Lebensweg. Auch Oberstufenleiter Claus Waldschmidt war stolz auf seine Abgänger mit der Fachrichtung Wirtschaft. Sie seien vor drei Jahren mit sehr unterschiedlichem "Anfangskapital" in die Oberstufe eingetreten und hätten es seitdem kontinuierlich vermehrt. Zugleich warnte er die Abiturienten davor, später einmal wie all die Manager in den ICE-Abteilen zu werden, die unentwegt auf ihre PCs und Blackberrys starren würden und ihr gesamtes Leben dem Erfolg verschrieben hätten. "Es wäre schön, wenn Ihr später nicht nur Zahlen lesen könnt, sondern auch die Menschen hinter den Zahlen erkennt", ermutigte er die Abiturienten zu einer weltoffenen und umsichtigen Lebenseinstellung.

Besonders erwähtn wurden bei der Zeugnisübergabe die sechs Jahrgangsbesten: Niclas Schmidt (1,3), Karten Bocks (1,4), Phillip Bratsch (1,4), Patrick Leibold-Meid (1,4), Seren Cetinkaya (1,5) und Synthia Lindner (1,5). Zudem ehrte Edeltraut Alavi, pädagogische Leiterin des Deutschzusatzkurses, 25 Schüler, die im Rahmen des Projektes "Sprache als Brücke zur Integration" mit viel Engagement insgesamt 85 Jugendlichen aus 15 Ländern elementare Kenntnisse der deutschen Sprache vermittelt haben. Dieses Projekt erhielt im Mai 2009 beim Bundeswettbewerb "respekt2009" als Landessieger in Hessen den Integrationspreis der Bundesregierung.

Der Abiturball wurde durch zahlreiche Aufführungen der Tutorengruppen abwechslungsreich gestaltet. So fand man hier neben einem Michael-Jackson-Tanzauftritt auch einen Beitrag des Lehrerkollegiums, das eine Grand-Prix-Playbackveranstaltung mit alten und neuen Hits präsentierte. Highlight des Abends war der selbstgeschriebene Mathe-Rap eines Abiturienten mit dem Künstlernamen Jay Bee, der sich in professioneller Manier über die Sinnlosigkeit dieses Faches ausließ und damit tosenden Applaus erntete.

Abiturienten 2011:
Fleur Adamowsky, Daniel Akyüz, Medya Alper, Hanifi Avci, Sabrina Baaser, Johannes Benner, Anna Billek, Rene Bischoff, Andre Bischoff, Jared Blum, Jonas Böcher, Karsten Bocks, Johanna Bonk, Philipp Bratsch, Kim Büttner, Menal Cetin, Seren Cetinkaya, Matthias Dilman, Eva-Maria Eisenbart, Christina Funk, Andreas Guzu, Marcel Haustein, Sina Hinzelmann, Benedikt Keller, Michael Khan, Christoph Klein, Julia Kraft, Patrick Leibold-Meid, Synthia Lindner, Franziska Lorenz, Isabel Manssor, Konstantin Mezker, Maximilian Mönke, Timo Mühlheim, Margarita Müller, Artur Müller, Gökhan Nazifoglu, Daniela Pfaff, Felix Plescher, Susanne Ploch, Moritz Benedikt Pohl, Laura Rabenau, Adelina Radogoshi, Max Reimers, Carina Rössiger, Nami Sahin, Okan Sait, Christopher Schadeberg, Dirk Schäfer, Janine Schindler, Raphael Schlosser, Niclas Schmidt, Sarah-Lena Schmitt, Franziska Schramm, Anastasia Schreiber, Simon Felix Schroers, Fabian Seydel, Carl Sontag, Markus Stroh, Birgül Sungur, Tim Suske, Simeon von Lauppert, Kevin Wahl, Peter-Fernando Weisel


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